Ein helleres Lächeln gehört zu den einfachsten Veränderungen, mit denen Sie sich mit Ihren Zähnen wohler fühlen können. Bei der professionellen Zahnaufhellung wird die natürliche Farbe Ihres Zahnschmelzes mit sorgfältig dosierten Gelen aufgehellt – unter der Aufsicht eines Zahnarztes, der vorher prüft, ob Zähne und Zahnfleisch gesund genug für die Behandlung sind. Viele Patientinnen und Patienten bemerken schon nach einem Termin einen deutlichen Unterschied, doch das Ergebnis ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt von der Art der Verfärbung ab. Auf dieser Seite erfahren Sie, warum Zähne ihre Farbe verändern, für wen eine Aufhellung geeignet ist, welche Möglichkeiten es gibt, wie eine Sitzung in der Praxis abläuft und wie Sie Ihr Ergebnis möglichst lange erhalten.
Warum Zähne ihre Helligkeit verlieren
Die Zahnfarbe entsteht aus zwei Schichten. Der äußere Zahnschmelz ist leicht durchscheinend, darunter liegt das Dentin, das von Natur aus gelblicher ist. Der Farbton, den Sie sehen, ist eine Mischung aus beidem – und aus allem, was sich im Laufe der Zeit auf oder im Schmelz abgelagert hat.
Oberflächliche Verfärbungen
Kaffee, Tee, Rotwein, Cola, Curry, Beeren und Tabak hinterlassen Farbstoffe auf der Zahnoberfläche. Der Schmelz hat winzige Poren, und über Monate und Jahre dringen diese Pigmente tiefer ein. Eine professionelle Zahnreinigung entfernt einen großen Teil der oberflächlichen Beläge, und eine Aufhellung kann anschließend auch die tiefer liegenden Verfärbungen im Schmelz lösen.
Verfärbungen von innen
Manche Verfärbungen entstehen im Inneren des Zahns. Mit zunehmendem Alter wird der Schmelz allmählich dünner, das dunklere Dentin schimmert stärker durch, und die Zähne wirken mit den Jahren gelblicher. Auch bestimmte Medikamente, die in der Kindheit während der Zahnentwicklung eingenommen wurden, zu viel Fluorid in dieser Phase oder ein Unfall, der den Nerv eines einzelnen Zahns geschädigt hat, können die Farbe von innen verändern. Solche Verfärbungen sind oft hartnäckiger. Eine Aufhellung kann trotzdem helfen, manchmal führen aber andere Behandlungen zu einem besser vorhersehbaren Ergebnis – darüber spricht Ihr Zahnarzt offen mit Ihnen.
Ist eine Aufhellung das Richtige für Sie?
Die Aufhellung wirkt auf natürliche Zahnsubstanz. Sie ist eine gute Wahl, wenn Ihre Zähne grundsätzlich gesund sind und Sie sich ein helleres, gleichmäßigeres Erscheinungsbild wünschen. Vor Ihrer Entscheidung sollten Sie jedoch einige Punkte kennen.
- Bleichgele verändern die Farbe von Veneers, Kronen, Brücken und zahnfarbenen Füllungen nicht. Sichtbare Versorgungen im Frontzahnbereich können nach der Aufhellung Ihrer natürlichen Zähne auffallen und müssen eventuell erneuert werden, damit sie wieder dazu passen.
- Zahnfleischerkrankungen, aktive Karies, Risse im Zahn oder undichte Füllungen sollten vorher behandelt werden, da Bleichgel auf geschädigtem Gewebe Beschwerden verursachen kann.
- Wenn Ihre Zähne bereits sehr empfindlich sind oder durch Zahnfleischrückgang freiliegende Zahnhälse haben, schlägt Ihr Zahnarzt möglicherweise ein schonenderes Vorgehen oder eine Vorbehandlung vor.
- In der Schwangerschaft und Stillzeit wird eine Aufhellung üblicherweise nicht empfohlen; Ihr Zahnarzt rät Ihnen möglicherweise, damit zu warten.
- Kindern und jüngeren Jugendlichen, deren Zähne sich noch entwickeln, wird eine Aufhellung in der Regel nicht angeboten.
Am besten lässt sich diese Frage bei einer kurzen Untersuchung klären. Ihr Zahnarzt sieht sich Zähne und Zahnfleisch an, fragt nach Ihrer Krankengeschichte und möglichen Empfindlichkeiten und hält Ihren aktuellen Zahnfarbton fest, damit Sie später vergleichen können. Falls eine Aufhellung nicht passt, erfahren Sie, welche anderen Wege es gibt, Farbe oder Form Ihrer Zähne zu verbessern.
Ihre Möglichkeiten: in der Praxis, mit Schienen zu Hause oder aus der Drogerie
Es gibt drei grundlegende Wege zu helleren Zähnen, und jeder hat seine Berechtigung. Welcher zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie schnell Sie ein Ergebnis möchten, wie empfindlich Ihre Zähne sind und wie viel Zeit Sie investieren können.
Aufhellung in der Praxis
Beim In-Office-Bleaching wird ein stärkeres Gel verwendet, als Sie es zu Hause sicher anwenden könnten. Das Praxisteam trägt es auf, während Ihr Zahnfleisch geschützt ist. Da die gesamte Sitzung überwacht wird, ist dies der schnellste Weg zu einem sichtbar helleren Farbton. Diese Variante eignet sich für Menschen, die in kurzer Zeit eine deutliche Veränderung wünschen, etwa vor einem wichtigen Anlass oder während einer Reise zur Behandlung.
Home-Bleaching unter zahnärztlicher Kontrolle
Beim Home-Bleaching erhalten Sie individuell angefertigte Schienen, die genau auf Ihre Zähne passen, sowie ein milderes Gel, das Sie über einige Wochen täglich für eine festgelegte Zeit tragen – tagsüber oder nachts. Die Veränderung erfolgt allmählicher, was manche bei empfindlichen Zähnen als angenehmer empfinden. Die Schienen können Sie außerdem später für gelegentliche Auffrischungen verwenden. Viele Zahnärzte kombinieren beide Methoden: eine Sitzung in der Praxis zum Start und Schienen für zu Hause, um das Ergebnis zu verfeinern oder zu erhalten.
Produkte aus Drogerie und Supermarkt
Aufhellende Zahnpasten, Strips und Sets sind überall erhältlich. Zahnpasten polieren vor allem Oberflächenverfärbungen weg, verändern aber kaum den eigentlichen Farbton. Strips und Standardschienen enthalten schwächere Wirkstoffe und passen nicht in jeden Mund, sodass das Gel nicht alle Flächen gleichmäßig erreicht oder an das Zahnfleisch gelangt. Bei manchen Menschen wirken sie durchaus, doch ohne Untersuchung besteht das Risiko, Zähne mit unentdeckten Problemen wie Karies zu bleichen oder das Zahnfleisch zu reizen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie am besten vorher Ihren Zahnarzt.
So läuft eine Sitzung in der Praxis ab
Ein Termin für die Aufhellung in der Praxis dauert meist etwa eine Stunde oder etwas länger, je nach Methode. Das können Sie im Allgemeinen erwarten:
- Kontrolle und Farbbestimmung: Ihr Zahnarzt bestätigt, dass Zähne und Zahnfleisch bereit sind, und hält Ihren Ausgangsfarbton mit einem Farbring oder einem Foto fest.
- Reinigung: Die Zähne werden poliert, um Beläge und Oberflächenverfärbungen zu entfernen, damit das Gel gleichmäßig wirken kann.
- Schutz von Zahnfleisch und Lippen: Ein Wangenhalter hält die Lippen von den Zähnen fern, und ein Schutzmaterial wird auf das Zahnfleisch aufgetragen und ausgehärtet.
- Auftragen des Gels: Das Bleichgel wird auf die Vorderflächen der Zähne aufgebracht und wirkt eine festgelegte Zeit ein. Bei manchen Verfahren kommt zusätzlich ein spezielles Licht zum Einsatz.
- Wiederholung: Das Gel wird entfernt und frisches Gel aufgetragen, meist mehrmals hintereinander, während das Team immer wieder auf Ihr Wohlbefinden achtet.
- Abschlusskontrolle: Der Schutz wird entfernt, die Zähne werden abgespült und der neue Farbton wird mit dem Ausgangswert verglichen.
In der Regel können Sie direkt danach Ihrem gewohnten Tagesablauf nachgehen. In den ersten ein bis zwei Tagen wirken die Zähne oft noch etwas heller und dunkeln dann leicht nach, sobald sie wieder Feuchtigkeit aufnehmen – das ist völlig normal. Sie erhalten Hinweise zur Nachsorge, und Ihr Zahnarzt kann eine weitere Sitzung oder Schienen für zu Hause vorschlagen, wenn Sie noch etwas heller werden möchten.
Empfindlichkeit und wie man damit umgeht
Vorübergehende Empfindlichkeit ist die häufigste Begleiterscheinung einer Aufhellung. Manche spüren kurze, ziehende Reize, besonders bei kalten Getränken, während der Behandlung oder ein bis zwei Tage danach. Andere merken gar nichts. Kommt Gel mit dem Zahnfleisch in Kontakt, kann es leicht gereizt sein; das klingt normalerweise schnell ab.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Behandlung für Sie angenehm zu gestalten:
- eine Zahnpasta für empfindliche Zähne, die Sie auf Empfehlung Ihres Zahnarztes einige Wochen vor und nach der Behandlung verwenden
- eine Anpassung der Gelstärke oder der Einwirkzeit
- ein beruhigendes oder remineralisierendes Gel zum Abschluss der Sitzung
- größere Abstände zwischen den Anwendungen zu Hause oder ein bis zwei Tage Pause, wenn die Zähne empfindlich reagieren
- der Verzicht auf sehr heiße oder sehr kalte Speisen und Getränke in den ersten ein bis zwei Tagen
Wenn die Empfindlichkeit stark ist oder länger anhält als erwartet, sagen Sie es Ihrem Zahnarzt. Anhaltende Beschwerden müssen Sie nicht einfach aushalten – sie lassen sich in der Regel lindern.
Wie lange das Ergebnis hält und wie Sie es bewahren
Eine Zahnaufhellung ist nicht dauerhaft, denn die Gewohnheiten, die Ihre Zähne verfärbt haben, gehen weiter. Wie lange das Ergebnis anhält, ist individuell verschieden. Manche sind lange mit ihrem Farbton zufrieden, andere bemerken früher ein allmähliches Nachdunkeln – vor allem bei viel Kaffee, Tee oder Rotwein oder beim Rauchen.
In den ersten Tagen nach der Aufhellung nehmen die Zähne Farbstoffe leichter auf. Viele Zahnärzte empfehlen deshalb für diese Zeit eine „weiße Diät“: Verzichten Sie auf stark färbende Speisen und Getränke wie Kaffee, Tee, Rotwein, Cola, Rote Bete, Sojasoße und Tomatensoßen.
Danach helfen einige einfache Gewohnheiten, Ihr Lächeln strahlend zu halten:
- zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen und täglich die Zahnzwischenräume reinigen
- nach dunklen Getränken mit Wasser nachspülen oder mit einem Strohhalm trinken
- das Rauchen reduzieren oder idealerweise ganz aufgeben
- regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen wahrnehmen, um neue Verfärbungen zu entfernen
- die Schienen für zu Hause für kurze Auffrischungen nutzen, wenn Ihr Zahnarzt es empfiehlt
Aufhellung in Kombination mit anderen Behandlungen
Wenn Sie Veneers, Kronen, Bonding oder andere ästhetische Behandlungen an den Frontzähnen planen, ist die Reihenfolge wichtig. Keramik- und Kompositversorgungen behalten die Farbe, in der sie hergestellt wurden, und reagieren nicht auf Bleichgel. Deshalb raten Zahnärzte meist dazu, zuerst aufzuhellen. Sobald Ihre natürlichen Zähne den gewünschten Farbton erreicht haben und sich die Farbe stabilisiert hat – das dauert in der Regel etwa zwei Wochen –, können die neuen Versorgungen passend dazu angefertigt werden.
Auch nach einer kieferorthopädischen Behandlung, zum Beispiel mit unsichtbaren Zahnschienen, kann eine Aufhellung sinnvoll sein, wenn die Zähne gerade stehen und Sie sich zusätzlich eine frischere Farbe wünschen. Bei einer umfassenden Neugestaltung des Lächelns ist sie oft einer der einfachsten Schritte – und manchmal reicht sie schon allein für die Veränderung, die Sie sich erhofft haben.
Ihre Behandlung planen
Wenn Sie sich ein helleres Lächeln wünschen, stehen ein Gespräch und eine Untersuchung am Anfang. Ihr Zahnarzt beurteilt die Gesundheit Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleisches, erklärt, welche Art der Aufhellung zu Ihnen passt, und gibt Ihnen eine realistische Vorstellung davon, was Sie erwarten können – denn die Ergebnisse unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Wenn Sie für die Behandlung anreisen, teilen Sie uns Ihre Pläne bitte frühzeitig mit, damit der Termin gut in Ihre Reise passt. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Ziel ist ein natürlich wirkendes, gesundes Lächeln, das Sie gern zeigen.

